Für euch gefahren – BMW S1000RR 2015

Superbike 3.0 – Einmal mit Allem bitte!
Test BMW S1000RR Modelljahr 2015

Vergangenen November  hatte ich Gelegenheit für euch auf dem Circuito di Monteblanco in der Nähe von Sevilla in Andalusien, Spanien im Auftrag der bikerszene.de die neue S1000RR für das Modelljahr 2015 einen Tag lang ausgiebig auf der Rennstrecke zu testen.
BMW trotzt mit der S1000RR seit nunmehr 5 Jahren dem steten Abwärtstrend in der Kategorie der Sport Motorräder.
Mit Weltweit annähernd 50.000 verkauften Modellen scheint BMW hier die richtigen Signale zu setzen.

Als wir früh morgens an der Rennstrecke eintrafen, war die Strecke noch nass. Die Mitarbeiter von BMW entschieden trotzdem mit den Serienreifen (Pirelli Super Corsa) die Strecke frei zu geben und ließen uns im Regenmodus auf die Strecke los. Die optional erhältliche Tracktionskontrolle (DTC) arbeitet sehr sauber. Feuchtigkeitsbedingte Hinterradrutscher werden sanft und konsequent ausgeglichen. Der ebenfalls optional erhältliche Datalogger zeigte trotz der nassen Fahrbahn schräglagen jenseits von 40 Grad an. Annähernd 30 S1000RR befuhren die nasse Strecke ohne auch nur einen Ausfall.

Bereits 1 Jahr nach der Markteinführung im Jahr 2009 folgte die erste Überarbeitung. Hier wurde Kosmetik betrieben und das Design überarbeitet. Die verbaute Elektronik wurde optimiert. Technische Neuerungen folgten dann in der separat am Markt positionierten hp4. Mit Vorstellung der 3. Version wurde das Konzept der S1000RR komplett überarbeitet. BMW spricht von einer Neuentwicklung in vielen Bereichen. Einige Komponenten (wie z.B. das Fahrwerk) der hp4 deren Produktion eingestellt wird wurden in der neuen Version der S1000RR verarbeitet.Als Sonderausstattung ab Werk kann die neue S 1000 RR mit dem weiterentwickelten elektronisch geregelten Fahrwerk Dynamic Damping Control DDC – bekannt aus der HP4 – ausgerüstet werden, das keine Kompromisse mehr beim Fahrwerks Setup erfordert.

Die Überarbeitung des Motors sorgte für ein Leistungsplus von 6 PS auf nunmehr 199 PS. Drosselklappen, Airbox und das Abgassystem wurden komplett neu entwickelt. Hier konnten annähernd 4 kg Gewicht eingespart werden. Das maximale Drehmoment von 113 Nm und ein angenehm abgestimmtes Drehzahlband (das maximale Drehmoment liegt fast konstant von 9500 – 12.000 Umdrehungen an) sorgen für extremen Druck in einem großen Drehzahlbereich. Mit dem ebenfalls optional erhältlichen Schaltassistent Pro kann man ohne Zuhilfenahme der Kupplung nun nahezu verlustfrei rauf und vor den Kurven auch im Leerlauf runter schalten.

Investiert man in die optional erhältlichen geschmiedeten Felgen, spart man nochmals 2,4 kg an Gesamtgewicht ein. Der Wunsch 1PS je KG Gewicht ist hier fast greifbar realisiert worden.

Mit dem als Option erhältlichen Datalogger erhält der ambitionierte Hobby Racer fundierte Auswertungen über sein Fahrverhalten auf dem jeweiligen Parcour. Beschleunigung, Geschwindigkeit, Bremskraft, Schräglage und das Fahrwerksverhalten, GPS gestützt auf dem Punkt genau lassen jede Menge Auswertungen zu.

Mit dem weiteren Tool, dem Race Calibration Kit III erhält der noch ambitioniertere Rennfahrer auch noch MotoGP Technik in der S1000RR. Fahrwerksverhalten, Federung, Gemischaufbereitung und vieles weiters kann hier mit GPS Unterstützung sogar Abschnittsweise für einzelne Kurven / Streckenbedingungen individuell geändert werden.

Gegen Mittag trocknet die spanische Sonne den Parcour ab und wir testen im Race Modus mit der Serienbereifung. Auch bei höheren Geschwindigkeiten arbeitet die Elektronik der neuen S1000RR tadellos. Der überarbeite Aluminium Rahmen sorgt für eine absolute Laufruhe des extrem drehmomentfreudigen Motors.Unruhen  sind kaum zu spüren. Das Sport ABS arbeitet sauber. Insgesamt 5 verschiedene Modi stehen dem Fahrer zur Verfügung. Rain, Sport, Race, Slick und User (die beiden letzteren gibt es als Option) Im Usermode lässt sich die Konfiguration der Elektronik ganz frei individualisieren und problemlos abspeichern.
Launch Control für den perfekten Rennstart und ein Pit Lane Limitter gibt es ebenfalls optional. Die Geräuschkulisse des Pit Lane Limitters ist einmalig.

Nachmittags werden mit den geschmiedeten Felgen slicks aufgezogen und wir haben nochmals 2 Turns zur Verfügung zum testen.

Der Radstand wurde um fast 1cm verlängert. Der Winkel der Schwinge ist jetzt etwas steiler, so daß in der neuen S1000RR mehr Bodenfreiheit realisert wird.Im Vorgängermodell recht früh aufsetzende Fussrasten sind hiermit erledigt.

Man merkt der BMW Entwicklungsabteilung um Entwicklungsleiter Rudolf Schneider an, mit welchem Herzblut sie ihr “Baby” hier vorantreiben.

Der Weg geht wie ich finde in die entscheidende Richtung. Man erhält hier eine vollwertige Rennstreckenlösung mit Strassenzulassung. Die Konkurrenz wird sich sehr strecken müssen um hier nicht ihre Marktanteile weitestgehend an BMW abzugeben.

Die neue S1000RR wird es in den Farben BMW Red, lightwighte, Blackstorm metallic und den BMW Motorsport Farben geben.

Preis der Grundausstattung ab 17.200 €

Hier ein par Bilder für euch:

 

 

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