Berlin die 2.te, ääh 3.te, ähh…

Den Vatertag haben Ralf und ich nicht auf diversen Waldfesten sondern auf der german Autobahn Richtung Berlin verbracht. Töchterchen hat jetzt (vorerst) ausberlint und wollte von ihren Eltern aus dem Kinderparadies abgeholt werden. Wobei ich zugeben muß, das die Idee sie abzuholen von mir kam und auch nicht ganz uneigennützig von mir ausgesprochen wurde. Die relativ kurzfristige Zimmersuche gestaltete sich allerdings weit schwieriger als zuvor angenommen. Durch den Feiertag und das verlängerte Wochenende waren alle (bezahlbaren) Hotels komplett ausgebucht oder so überteuert, das wir direkt dankend ablehnten. Letztendlich konnten wir dann im WG- Zimmer eines Freundes der Tochter direkt im Kiez von Friedrichshain nächtigen. Perfekt!

Ich hätte niemals von mir gedacht, das mir Berlin so ans Herz wachsen würde…NIEMALS! Habe ich eigentlich schon erwähnt wie toll ich Berlin finde? Ob ich für immer da leben wollte weiß ich nicht. Ich gebe zu ich habe bis dato Großstädte immer konsequent abgelehnt, zu laut, zu viel Menschen, zu anonym. Aber genau das ist jetzt für mich ein Argument FÜR Berlin, oder die Großstadt allgemein. Ich erwische mich immer öfter, das ich abends denke, hmmm….eigentlich würdest du jetzt gerne noch wohin, aber hier in dem Kaff bleibt da nicht all zu viel und wenn dann findest du dort immer die selben Leute und das sind oftmals genau die, die du eigentlich gerade nicht treffen willst. In der Großstadt setzt du dich in irgendeine Bar, Cafe, Bistro, oder was auch immer das Herz begehrt und du lernst immer neue Leute kennen. Und wenn du keinen Bock mehr hast gehst du. Es gibt Ausstellungen, Konzerte zu denen man nicht erst ewig mit dem Auto fahren muß, man erreicht alles mit der S-Bahn. Und eben die Anonymität. Im Dorf weiß jeder alles von jedem, immer. Das Dorfkollektiv weiß alles und vergisst nie. In der Stadt bist du einer von vielen, keinen interessiert was du tust. Ein Umstand den ich früher frustrierend, jetzt allerdings äußerst erfrischend finde.

Und so haben wir 2 wunderbar erholsame Tage in Berlin verbracht, teils mit Töchterchen, teils zu zweit ,mit viel Sightseeing, bummeln, Bier und Seele baumeln lassen in der Sonne. Highlight war der Besuch der Ausstellung von Erwin Wurm „Bei Mutti“. Die one minute sculptures machen Spaß, das Narrow House ist super spannend, lustig und beeindruckend. Ich kann die Ausstellung nur empfehlen. Kunst mal ganz anders. Nach Hause gefahren bin ich mit der ein oder anderen Träne im Knopfloch, but I´ll be back soon for sure!

Die nächste Großstadt die ich mir vornehmen werde ist dann Hamburg, von der ich eigentlich auch nicht allzu gute Erinnerungen habe, aber die sind noch aus der Zeit als ich alt und konservativ war, damals vor 25 Jahren…

Hier ein paar Bildimpressionen dieses gelungenen Wochenendes. Vielleicht kommt der Spaß ja ein bisserl rüber…:-D

 

 

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