Einmal Honig im Kopf, bitte!

 

Einmal Honig im Kopf, bitte!

Einmal Honig im Kopf, bitte!

Gestern war ich, als eingefleischter Nichtkinogänger, nun schon zum zweiten Mal in kurzer Folge im Kino. Nach „Der Hobbit“ (genialer Film!) diesmal ganz was Anderes.

Mit meiner großen Tochter ging`s in „Honig im Kopf“. In diesem Film geht es um das Mädchen Tilda und ihren an Alzheimer erkrankten Großvater Amandus, gespielt von Emma Schweiger, der Tochter von Til Schweiger und Dieter Hallervorden. Nach dem Tod der Großmutter sind die Auswirkungen der Alzheimererkrankung von Amandus nicht mehr zu übersehen. Bei einem Besuch von Tilda und ihrem Vater Niko wird schnell klar, der Opa kann nicht mehr länger alleine bleiben. So zieht Amandus zu seinem Sohn und bringt dort einiges durcheinander, oft zur großen Freude von Tilda, die ihren „ziemlich schrägen Opa“ äußerst cool findet. Eine Freude allerdings, die ihre Eltern Niko und Sarah nur bedingt teilen können.

Tilda informiert sich bei ihrem Kinderarzt heimlich über Symptome und Auswirkungen von Alzheimer und schmiedet einen Plan: Opa braucht eine Aufgabe! Als sie erfährt, dass ihre Eltern eine Unterbringung von Opa in einem Pflegeheim in Erwägung ziehen bricht sie eines morgens heimlich mit ihm auf. Es beginnt eine abenteuerliche Reise nach Venedig, der Stadt, in der Amandus mit seiner Frau einst wunderbare Tage verbrachte und die die Großeltern ihrer Enkelin Tilda noch so gerne gemeinsam zeigen wollten. Ob beide tatsächlich in Venedig ankommen und was sonst noch so passiert verrate ich hier nicht. Das solltet ihr euch selbst anschauen, denn eins kann ich hier und jetzt schon mal verraten.
Auch wenn ich den Film hier und da ein ganz klein wenig überspitzt und teilweise etwas klamaukig fand, so ist er doch absolut sehenswert, kurzweilig und, man soll es nicht glauben auch definitiv lehrreich.

Ich selbst habe und hatte an Alzheimer, bzw. Demenz erkrankte Menschen in meiner Familie und habe vieles, was in diesem Film gezeigt wird selbst mit den erkrankten Personen erlebt. Tilda beschreibt im Film Symptome der Erkrankung, gibt Tipps wie man mit den betroffenen Patienten, bzw. Familienangehörigen umgehen sollte.

Wer noch nie mit Alzheimerpatienten Kontakt hatte bekommt hier einen ganz guten Eindruck was es heißt, mit jemandem leben zu müßen, der diese Krankheit hat. Und wer selbst einen Alzheimerpatienten in der Familie hat, der wird wieder daran erinnert, in vielen Situationen geduldiger zu sein und vor allen Dingen mehr liebevolles Verständnis aufzubringen, was oft nicht so leicht ist wie es sich jetzt anhört.

Mein abschließendes Urteil zu diesem Film ist: absolut sehenswert. Emma Schweiger und Dieter Hallervorden sind einfach der HAMMER! Ganz im ernst: Das große Staraufgebot hat der Film absolut nicht nötig. Jan Josef Liefers, Katharina Thalbach, Tilo Prückner, Tobias Moretti und natürlich Til Schweiger, toll, alle mal wieder auf der Leinwand zu sehen aber für mich lebt der Film einzig und allein von Amandus und Tilda, die so wunderbar zusammen agieren, das es mir mehr als einmal die Tränen in die Augen gedrückt hat. (Ja, ihr Lieben, nehmt euch ein Päckchen Taschentücher mit!)
Geht rein, seht ihn euch an. Wer in der Nähe wohnt, ruft mich an, ich geh noch mal mit! 🙂

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